Hintergrund

ThinkCamp, unsere gemeinnützige Genossenschaft, setzt Impulse für eine nachhaltigen Zukunft, die schon heute beginnen soll. Während der letzten Jahren haben viele Menschen bei der Entwicklung und Umsetzung unserer Lernreisen und des unaVision Netzwerkes mitgewirkt. Wir haben starke Wurzeln in dem Gedankengut der Global Marshall Plan Initiative, des Clubs of Rome, dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung aus dem Rio Prozess 1992, dem Agendaprozess in Augsburg, den bereichernden Konzepten der Neuen Arbeit - Neuen Kultur von Prof. Frithjof Bergmann, der Gemeinwohlökonomie, dem Grundeinkommens und insbesondere der Idee des öko-sozialen Unternehmertums. Nach Mitarbeit im Rahmen der Global Marshall Plan Initiative und Experimenten mit Wandergesprächen und Lernreisen wurde die ThinkCamp Initiative im März 2008 im Rahmen der "Save the World Now Conference" in Berlin von Johannes Pfister ins Leben gerufen, mit dem Ziel ein Netzwerk aufzubauen, was konkrete Projekte für eine nachhaltige Entwicklung umsetzt. Prototypen sollen in einem innovativen Lernumfeld von motivierten Coachen und Mentoren begleitet werden und durch Erforschung von Mustern und Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung unterstützt werden. Im April 2010 haben dann 23 Mitgründer/innen die Genossenschaft ins Leben gerufen. Seit dem sind auf Lernreisen in unterschiedlichen Formen von Dialogen viele Ideen und Konzepte entstanden. Folgend wird der Kern des heutigen Konzeptes erläutert, was insbesondere aus den Erkenntnissen der Caravan of Change 2013 entspringt.

Lernreisen, Storytelling und Lifeguides

Ein neues, vielfältiges und lebendiges öko-soziales Unternehmertum entsteht aus den Impulsen der Lernreisen. Menschen brechen auf, um eine persönliche und gemeinschaftliche Lernreise durchzuführen. Sie gehen bewusst eine nachhaltige Entwicklung an, sie bewegen sich körperlich und geistig, sie lernen voneinander und miteinander, sie unterstützen sich gegenseitig, sie entwickeln gemeinsam, sie setzen um, sie teilen Ressourcen und sie geben insbesondere ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Erkenntnisse der persönlichen Lernreisen durch Stories weiter. Wir nennen diese Menschen "Lifeguides", da sie bewusst sich selber und andere zu einer nachhaltigen Lebendigkeit führen, die sowohl unserer Gesellschaft nutzt, als auch unseren Planeten schützt. 

Lernreisen entstehen aus dem reichen Angebot der unaVision Netzwerkpartner und unterstützen den Lern- und Entwicklungsprozess durch neue und bewährte nicht formale Lernformen. Die Komposition von Zeiten für gemeinsame Entwicklungen, Exkursionen zu Projekten, Wandergesprächen, Esszimmerdialogen, Workshops, Konferenzen im Art of Hosting Format und insbesondere den reichlichen Reflexionszeiten bereichern jeden Teilnehmer/in auf seiner/ihrer persönlichen Reise und geben Raum und Zeit für eine Gemeinschaftsentwicklung. Stories der Lifeguides geben Wissen weiter und lassen eine vertraute Gemeinschaft entstehen. Link zur Lifeguide community

Lifeguides bilden das unaVision Netzwerk. Lifeguides nehmen je nach Situation unterschiedliche Rollen an, erzählen als Coache, Mentoren oder Experten Stories oder nehmen als öko-soziale Unternehmen Rat und Wissen auf. Folgende Prinzipien für das Lifeguide Netzerk sind als Entwurf entstanden:

  1. Lifeguides sind Vorbilder in ihrer eigenen nachhaltigen Entwicklung.
    Sie unterstützen den Wandel ihrer Organisationen, Institutionen und ihres Umfeldes. 
  2. Lifeguides unterstützen andere bei deren nachhaltiger Entwicklung durch Informationen, Wissen, Erfahrungen und Ressourcen. 
  3. Lifeguides erzählen und dokumentieren ihr Wissen, Erkenntnisse und Erfahrungen.
    Lifeguides führen regelmäßig eine Selbstbewertung ihrer Planung, Aktivitäten und Ergebnisse durch.

Being Spaces

Being Space steht für die Vision eines Ortes in dem Du dich wohlfühlst, in dem Du leben, arbeiten und lernen möchtest, in dem Du viel Zeit verbringen möchtest. Being Space steht für die nachhaltige Zukunft wie Du sie Dir erträumst! Being Spaces strahlen Lebendigkeit aus! Being Spaces können sehr unterschiedlich geprägt sein, tragen jedoch gemeinsam die unaVision und Lifeguide Prinzipien. Being Spaces haben einen kleinen Footprint. 

Wir wollen ein Netzwerk von Being Spaces aufbauen, das durch Lernreisen verbunden wird. Diese Orte lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig. Being Spaces sind für die Bewohner Plätze für eine nachhaltige Lebensführung und Brutstätten für Innovation und nachhaltiges Leben. Sie haben eine positive Ausstrahlung und eine intensive Interaktion mit ihrem urbanen und ländlichem Umfeld. Sie laden zum mitmachen ein!

 

Soziokratie

Wir schlagen soziokratische Strukturen vor um dem unaVision Netzwerk, den Lernreisen und Being Spaces eine Rahmen für den Informationsfluss und die Entscheidungsfindung zu geben. Durch diese Strukturen können Effektivität und Effizienz für die nachhaltigen Entwicklung erhöht werden und eine höhere Zufriedenheit der Teilnehmer erreicht werden.

Learner-x, die Wissenswährung

Learner-x dient als Komplementärwährung für das unaVision Netzwerk. Learner-x basiert auf Wissen. Teilnehmer von regionalen oder interessensbezogenen Learner-x Cricles ermöglichen die teilweise oder gesamte Kompensation ihrer Dienste und Produkte durch Learner-x. Learner-x wird als Prototyp 2014 eingeführt. 

 

Philosophie und Methoden

Unsere Philosophie und der Werkzeugkasten (philosophy and toolbox) bauen auf der jahrelangen Erfahrung von Lifeguides und unterschiedlichen Lernbereichen (Unternehmensberatung, Erwachsenenbildung, nicht-formales Lernen) auf. Im Kern steht die 4-M Philosophie.

  • Moving - sich körperlich, gedanklich und geistig bewegen
  • Meeting - andere Menschen treffen und verstehen, tiefgründige Gespräche führen, Erfahrungen und Ideen austauschen
  • Making - gemeinsame Entwicklung für eine nachhaltige Zukunft und für öko-soziale Innovationen durchführen
  • Multiplying - Erfahrungen, Erkenntnisse, Wissen und Informationen offen weitergeben. Creative Commons nutzen.  

Der Lernansatz orientiert sich am Menschen, an der Geschwindigkeit und den Inhalten, die für den Einzelnen und die Teams sinnvoll ist. Die Durchführung von einfachen Prototypen lässt frühzeitig Einblick in die Konzepte gewinnen. System Dynamisches Denken und Simulationen führt zu einem besseren Verständnis und eröffnet Möglichkeiten für die Reduzierung der Komplexität. Unser "cross..." Ansatz (cross-...gernerational, -cultural, -sectoral, -gender.) eröffnet Perspektiven und bereichert die Teams und die Ergebnisse. Der Einsatz wird von unterschiedlichen wirkungsvollen Werkzeugen wird durch Experten persönlich oder virtuell unterstütz.  

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

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ThinkCamp wurde als ein UN DekadeProjekt für  die Jahre  2011- 2012 und 2013-2014 ausgezeichnet.